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Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt

Anforderungsspezifikation beim Testen

Anforderungen abzustimmen und zu verfeinern ist ein ausführlicher und wichtiger Prozess, das wissen alle, die in diesem Bereich Erfahrung haben. Für uns ist es unser täglich Brot, denn die so mit unseren Kunden abgestimmten Anforderungen dienen uns nicht nur als Vertrags- und Kalkulationsgrundlage, sondern auch als die „Bibel“ der Entwicklung. Das Anforderungsdokument ist die rote Schnur, an der sich die gesamte Entwicklung orientiert. Was darin steht, wird umgesetzt, und so umgesetzt, wie es dort steht.

Typischerweise ergeben sich dabei Detailfragen, die wir mit einer verantwortlichen Person unserer Kunden abstimmen, oft ist dies die Projektleitung. Die Dauer der Umsetzungsphase ist natürlich abhängig von Umfang und Komplexität des Projekts, es sind mehrere Monate oder Jahre.

Es vergeht nach dem Abstimmen der Anforderungen also eine Weile, in der wir diese implementieren, bis wir eine erste Version eines testbaren Produkts an unsere Kunden liefern. In dieser Vorversion ist viel Funktionalität korrekt implementiert, manchmal müssen wir auch von uns gemachte Fehler beseitigen. Die größte Überraschung bietet sich uns allerdings, wenn die Testpersonen auf Kundenseite Punkte monieren, die

  • entweder nicht Gegenstand der Anforderungen waren,
  • oder in den Anforderungen anders beschrieben waren, als die Testperson dies nun für selbstverständlich hält.

Das kommt tatsächlich häufiger vor, als man annehmen könnte. Solche vermeintlichen „Fehler“ aufzuklären, ist für beide Seiten mühsam und dann wedelt der Schwanz mit dem Hund: die Hinweise der Testperson resultieren oft in veränderten Anforderungen, die größere oder kleinere Veränderungen in Software / Hardware / Dokumentation nach sich ziehen. Nachträgliche Änderungen sind teuer – und oft vermeidbar!

Die Moral?

Wenn Ihr Entwicklungsaufgaben vergeben möchtet, bezieht schon bei der Auftragsvergabe das ganze Team ein um die Anforderungen zu entwickeln: nicht nur die Projektleitung, sondern die alten Hasen, den Service, Vertrieb, die Testabteilung und alle anderen kompetenten Stellen in Eurem Unternehmen, die mit dem Produkt später in Berührung kommen. So gibt es keine Überraschungen bei den später gelieferten Features.

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Über CogniMed

CogniMed wurde 1994 von Prof. Dr. Martin Ryschka und Frank Willers gegründet als Gesellschaft für medizinische und industrielle Mess- und Automatisierungstechnik. Wir sind eine kleine Firma (unter 20 Mitarbeiter), die sich spezialisiert hat auf technische Entwicklungsdienstleistungen, meist in dokumentatorisch anspruchsvollen und regulierten Branchen. Unsere Erfahrung mit der Entwicklung und dem Inverkehrbringen eines eigenen Klasse IIa-Medizinproduktes über viele Jahre ist heute unschätzbar für uns, um die Anforderungen unserer Kunden an Zuverlässigkeit und regulatorisch solide Dokumentation zu verstehen und umzusetzen. Auch in unsere Luftfahrt-Projekte bringen wir eigene Entwicklungs-Erfahrungen ein (DAL B, DO-178B, DO-254).

Charta der Vielfalt Unterzeichner

Wir freuen uns und sind stolz darauf, als eine von tausenden unterzeichnenden Firmen unser Commitment zur Vielfalt und zu einer wertschätzenden und vorurteilsfreien Unternehmenskultur durch die Urkunden-Unterzeichnung zum Ausdruck zu bringen. Toleranz und Wertschätzung stellen schon seit je her Grundpfeiler unseres Miteinanders dar. Unser Team ist in vielerlei Hinsicht bunt. Wir sind bestrebt, die Arbeitsbereiche und -zeiten aller so zuzuschneiden, dass sie ihre Stärken zeigen können. Trotzdem wissen wir, dass es auch bei uns noch viel zu verbessern gibt. Packen wir es an!
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